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Haftpflichtversicherung: Welche Bereiche soll ich absichern?

Unglücke passieren öfter als man denkt! Haftpflichtversicherungen decken zwar viele Bereiche ab, dennoch gibt es einige Zusätze, die man in die Police mit aufnehmen kann.
 Haftpflichtversicherung: Welche Bereiche soll ich absichern?

Das Thema Gefälligkeiten

Gießt man die Blumen des Nachbarn und schmeißt die antike Vase dabei um, hilft beim Umzug des besten Freundes und ein Möbelstück geht kaputt oder unterstützt den netten älteren Herrn beim Einrichten des Computers und kippt den Kaffee über dessen nagelneuen Rechner… alles Schäden, von denen der hilfsbereite Mensch meinen möchte: Halb so schlimm, das zahlt doch meine Privathaftpflicht. Dass dem nicht selbstverständlich so ist, davon können viele Privathaftpflichtversicherte und auch Geschädigte ein Lied singen.

Laut Gesetzgebung ist man für einen Schaden, der bei Gefälligkeiten entsteht, nicht schadenersatzpflichtig, da ein, wie es im Juristendeutsch genannt wird, „stillschweigender Haftungsausschluss“ vorliegt.

Kurz: Hilft man aus reiner Nächstenliebe und etwas geht schief, kann der Empfänger der freiwilligen Leistung keine Ansprüche stellen.

Ergo: Dann hat man eben Pech, kein Versicherungsschutz greift.
Im Versicherungsrecht gibt es dafür die Bezeichnung: „Haftungsausschluss bei Gefälligkeiten“

Tatsächlich sind freiwillige oder freundschaftliche Hilfsdienste durch den Versicherungsschutz von günstigen Haftpflichtversicherungen nicht abgedeckt. Versucht man den Schadensersatz vor Gericht einzuklagen, wird man auch hier kein Glück haben. Gerichte gehen von einem „stillschweigenden Haftungsausschluss“ aus – zwischen dem, der um Hilfe bat, und dem, der freundlicherweise half.

Um hier Ärgernisse vorzubeugen, gibt es einen Zusatz, die in einen Privathaftpflicht-Vertrag eingebaut werden kann. Die Klausel „Gefälligkeitsschäden“ regelt nämlich genau diese Fälle zwischen Versicherungsnehmer und der privaten Haftpflichtversicherung. Damit am Ende einer gut gemeinten Tat kein Loch im Geldbeutel, keine kaputte Freundschaft oder ein enttäuschter Nachbar bleibt, bieten immer mehr Versicherungen an, die Gefälligkeitsschäden als Bestandteil mit in die Police aufzunehmen.

Sicher – das kostet ein kleines bisschen extra, doch dieses Extra sollte man sich leisten! Wieviel Ihre ideale Haftpflichtversicherung kostet verrät Ihnen unser Rechner !

Schlüsselverlust

Plötzlich war er unauffindbar. Man kramt in allen Taschen, doch er bleibt verschwunden: der Schlüssel. Nun ist es nicht nur sehr ärgerlich vor der verschlossenen Türe zu stehen, sondern auch richtig teuer. Schlüssel-Notdienst, neues Schloss, neue Schlüssel, neue Schließanlagen. Und das alles wegen einer kleinen Schlamperei! Doch hier kann der weitsichtige Versicherungsnehmer vorbeugen!

Entweder entscheidet man sich von Anfang an für eine Haftpflichtversicherung plus Versicherungsschutz bei Schlüsselverlust oder man rüstet die existierende private Haftpflichtversicherung einfach nach. Als kleine Feinheit sollte man beachten, welche Erweiterung man braucht: Beruflich oder/und privat. Gerade als Mieter einer Wohnanlage hat man nicht nur einen Wohnungsschlüssel. Meistens hängen noch Schlüssel für Haustüre, Tiefgarage, Müllräume oder andere Gemeinschaftsräume am Bund und alle müssen beim Verlust ausgetauscht werden! Den Schlosser wird’s freuen.

Denn umso mehr Schlösser, desto teurer wird es für die Geschädigten. Mit dem richtigen Zusatz in der Police der Haftpflichtversicherung allerdings muss man keine schlaflosen Nächte haben. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt die kompletten Kosten für den Schlosswechsel. Und muss die Wohnanlage für die Zeit bis zum Austausch der Schlösser eine private Sicherheitsfirma beauftragen, um gegen Diebstahl und Einbruch abgesichert zu sein, übernimmt der Versicherer auch diesen finanziellen Aufwand.

Auch im Beruf hat man oft Schlüssel oder Chipkarten, um ins Büro zu kommen. Schlüssel, die man für Firmenräume besitzt, können genauso in die Haftpflicht mitaufgenommen werden wie der Private. Chipkarten, die gerne in großen Betrieben genutzt werden, zählen übrigens auch als Schlüssel.

Klare Regeln für deliktunfähige Kinder und das „Aber“

Die Frage, ob Eltern für Schäden haften, die ihre kleinen Kinder anrichten, ist eigentlich einfach zu beantworten: Nein! Der Gesetzgeber hat hier ganz klare Regelungen geschaffen. Ein Kind unter sieben Jahren ist nicht deliktfähig und nicht für Schäden haftbar zu machen, die es verursacht hat. Auch die Eltern oder deren private Haftpflichtversicherung kann nicht in die Pflicht genommen werden.

Klare Regel, wäre da nicht das „Aber“. Liegt nämlich eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor, haften die Erziehungsberechtigten durchaus und dann springt auch die private Haftpflichtversicherung zur Schadensregulierung ein. Aber wann ist die Aufsichtspflicht verletzt? Das wiederum ist vom Gesetzgeber nicht eindeutig geregelt und je nach Fall eine Ermessensfrage. Für Mütter und Väter, die sich nicht auf das Ermessen anderer verlassen möchten, bieten private Haftpflichtversicherungen eine zusätzliche Deckung an.

Deliktunfähige Kinder können extra in der Haftpflichtversicherung versichert werden. Die Deckungssumme beträgt lediglich maximal 5.000 Euro und beinhaltet keinen Schaden durch Vandalismus etwa das Beschmieren von Wänden mit Farbe oder das Badezimmer in ein Hallenbad zu verwandeln!

Mietsachschäden: kein Luxus, sondern fester Bestandteil der Police
Mietsachschäden gehören zum Standard einer Privathaftpflicht. Keinesfalls sollten sie zu den gegen Aufpreis mitversicherten Extras gehören. Ein Schaden in der gemieteten Wohnung ist zum Beispiel ein Sprung im Waschbecken, eine zerbrochene Bodenfliese oder eine kaputte Türe.

Nicht zu den mitversicherten Schäden zählen alle Abnutzungserscheinungen und Schönheitsreparaturen.

Achtung: Glasschäden sind grundsätzlich nicht über die Privathaftpflicht versichert. Diese können nur über eine Hausratversicherung mitversichert werden.

Schutz bei echten und unechten Vermögensschäden
Hier muss man unterscheiden. Zum einen gibt es die echten und die unechten Vermögensschäden. Der Echte liegt dann vor, wenn weder eine Person noch eine Sache direkt geschädigt werden. Echte Vermögensschäden sind nicht in der Privathaftpflicht mitversichert, können auch nicht als Zusatz hinzugenommen werden.

Eine eigene Vermögensschadenhaftpflicht sollte abgeschlossen werden. Empfehlenswert sicher für alle beratenden Berufsgruppen wie Wirtschaftsprüfer, Immobilienmakler, Unternehmensberater, Architekten, Übersetzer und so weiter.

Unechte Vermögensschäden sind Folgeschäden von Personen- oder Sachschäden und in der Regel immer Bestandteil einer Privathaftpflichtversicherung.

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29.10.2015
Foto: Daxiao Productions / Shutterstock.com
Fotos:Model/Colourbox.de